Deutsche Meisterschaft in Riesa

Bericht im SWR-Fernsehen – http://swrmediathek.de/player.htm?show=d1f88b60-6262-11e2-b192-0026b975f2e6

20130119_DM_2Bericht aus dem BT von Wolfram Braxmaier

Zwar war es der dritte Streich in Folge, doch war es wohl auch der überraschendste. Dino Pfeiffer wurde am Samstag in Riesa bereits zum dritten Mal in Folge deutscher Judo-Meister in der Klasse bis 100kg. Finalgegner war wie beim ersten Titelgewinn vor zwei Jahren in Ettlingen Dimitri Peters vom TuS Rotenburg.

Und wie 2011 fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung, denn in der regulären Kampfzeit von fünf Minuten hatte sich keiner der beiden Kämpfer eine Wertung sichern können. Nach 7:17 Minuten war es dann soweit: Peters, der Olympiadritte von London, startete einen Angriff, doch Dino Pfeiffer war auf der Hut, konterte und warf Dimitri Peters auf den Rücken. Damit hatte Pfeiffer seinen Hauptkonkurrenten in dieser Gewichtsklasse, den er von zahlreichen gemeinsamen Trainingsmaßnahmen in- und auswendig kennt, zum zweiten mal in einem DM-Finale bezwungen.

20130119_DM_3Entsprechend glücklich war der 24-Jährige, der gestern die Kämpfe in der Halle natürlich weiterverfolgte: “Eigentlich bin ich mit keinen großen Erwartungen nach Riesa gekommen. Ich wollte einfach gute Kämpfe abliefern, hatte aber keinen Druck. Aber es war dann doch ein sehr guter Tag und ein super Start ins neue Wettkampfjahr”, so Pfeiffer gestern gegenüber dem BT.

Dimitri Peters, der im Vorfeld mit einem starken Dino Pfeiffer gerechnet hatte, versuchte indes seine Niederlager zu erklären: “Das war heute mein erster Wettkampf nach den Spielen. Ich bin noch lange nicht in meiner Bestform, aber bei den Welt- und Europameisterschaften in diesem Jahr will ich wieder in alter Form angreifen.”

Speziell vorbereitet hatte sich Pfeiffer auf die DM nicht. Nach den trainingsfreien Tagen über den Jahreswechsel stand eine Trainingsmaßnahme des deutschen Judo-Bundes in Österreich auf dem Programm, anschließend trainierte er in normalem Umfang.

In Riesa lief es für Pfeiffer am Samstag von Beginn an nahezu optimal. Nach 1:13 Minuten hatte er seinen ersten Gegner, den Berliner Hendrik Haase, aus dem Weg geräumt. Gegen Dominik Gerzer (TSV Abensberg) musste der Bühler, der für den Budoclub Karlsruhe kämpfte, dann über die volle Distanz ran und siegte mit einer kleinen Wertung. Das Halbfinale gegen Felix Korthals (TSG Backnang) war dann schnell beendet, nur 31 Sekunden benötigte Dino Pfeiffer, um sich für das Finale zu qualifizieren.

Mit diesem dritten deutschen Meistertitel hat sich Dino Pfeiffer nachdrücklich für die Judo-Großereignisse in diesem Jahr empfohlen. In Budapest finden die Europameisterschaften statt (25. bis 28. April), die Weltmeisterschaften werden als Generalprobe für die olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro (26. August bis 1. September) ausgetragen.

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